Spielfeld und Spielfiguren

Ob nun aus Kunststoff oder Holz, Keramik oder Marmor – aus welchem Material Ihr Schachspiel ist, können Sie von Ihrem persönlichen Geschmack (und vielleicht auch von Ihrem Geldbeutel) abhängig machen, in jedem Fall sollte es aber aus einem Spielfeld und 32 Figuren bestehen:

 

Das Spielfeld

Das Spielfeld ist quadratisch und besteht aus 8 x 8, also insgesamt 64 Feldern, abwechselnd schwarz und weiß (s. nachfolgende Abbildung )

 

Das Schachbrett kann unterteilt werden in Linien, Reihen und Diagonalen:

 

 

In den obigen Abbildungen ist zu erkennen, dass die Reihen mit a bis h und die Linien mit 1 bis 8 markiert werden. Dies ist durchaus nicht bei allen Schachbrettern, die im Handel erhältlich sind,  der Fall, aber insbesondere für Anfänger empfiehlt es sich der Orientierung halber, sich entsprechend markierte Bretter zuzulegen, insbesondere dann, wenn Sie den Verlauf einer Partie niederschreiben möchten.

Anhand der Numerierung kann jedes der 64 Felder einer Koordinate zugeordnet werden:

Bei dem mit der Nr. 1 versehenen Feld handelt es sich um das Feld e4 (immer zuerst der Buchstabe, dann die Ziffer), das mit „2“  markierte Feld ist b7 und in dem Feld e8 befindet sich eine „3“.

Zusammen mit den in Tabelle 1 verwendeten Abkürzungen für die einzelnen Figuren, die als offizielle Kürzel überall im deutschen Sprachraum angewandt werden, kann jede Figur einem Feld zugeordnet werden:

 

 


Die Figuren

Jede Partei verfügt zu Beginn einer Partie über 16 Figuren. In der Literatur werden die Figuren zur besseren graphischen Darstellung häufig durch Symbole dargestellt. Nachstehend finden Sie eine Auflistung der Figuren zusammen mit den  verwendeten Symbolen sowie der verwendeten Abkürzungen:

Figur

Anzahl

Symbol

Abkürzung

Bauer

8

-

Springer

2

S

Läufer

2

L

Turm

2

T

Dame

1

D

König

1

K



 

 

Gründzüge der Notation 

Dd2 bedeutet, dass sich (in der oberen Abbildung) die Dame (D) auf dem Feld d2 befindet, Sh5 zeigt uns an, dass sich der Springer (S) auf dem Feld h5 aufhält und der König auf e6 wird mit Ke6 notiert. Auf diese Weise kann (zusätzlich mit einigen Sonderzeichen, die an späterer Stelle behandelt werden) jede gespielte Partie niedergeschrieben und für die Nachwelt festgehalten werden. Eine Partie aufzuschreiben wird als Notation bezeichnet. Der Bauer hat  üblicherweise kein eigenes Kürzel. Findet sich in einer Notation beispielsweise der Zug „a4“, also ohne Kürzel, bedeutet dies, dass ein Bauer auf das Feld a4 zieht. Zieht etwa ein Läufer auf dieses Feld, lautet die Schreibweise La4.

Eingangs wurde ja bereits erwähnt, dass es für Anfänger, aber auch für Spieler, die ihre Partie notieren möchten, vorzuziehen ist, ein Brett mit Numerierung zu wählen. Sollten Sie aber einmal ein solches Brett nicht zur Verfügung haben, so ist bei der Figurenaufstellung und beim Spiel darauf zu achten, dass das Brett stets so gedreht wird, dass sich am untern linken Ende immer ein schwarzes Feld befindet.

Schauen wir uns nun in der nachfolgenden Abbildung die Anfangsaufstellung, mit der jedes Spiel beginnt, an:

 

Die weißen Figuren werden grundsätzlich auf die Reihen 1 und 2, die schwarzen Figuren auf die Reihen 7 und 8 positioniert.

Der Anfänger mag gelegentlich Probleme damit haben, die Dame bei der Aufstellung richtig zu positionieren. Tatsächlich ist dies manchmal verwirrend, steht die weiße Dame doch links vom König, die schwarze hingegen, aus Sicht des Spieler mit den schwarzen Figuren, rechts neben dem König. Hier hilft eine einfache Eselsbrücke: D steht für Dame, und auf der d-Linie befinden sich infolgedessen die sich gegenüberstehenden Damen. Sollte einmal ein Brett ohne Numerierung vorhanden sein, auch kein Problem, denn hier hilft eine andere Eselsbrücke: weiße Dame – weißes Feld, schwarze Dame – schwarzes Feld. 

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