Die wichtigsten Grundregeln in Kürze

Jedes Spiel beginnt in der bereits kennen gelernten Grundaufstellung. Weiß führt grundsätzlich den ersten Zug aus. Danach wechseln sich die Spieler mit jeweils einem Zug ab. Figuren können, im Einklang mit der ihnen zugedachten jeweiligen Gangart – zu jedem Feld bewegt werden, das leer ist oder von einer gegnerischen Figur besetzt ist. In letzterem Fall wird die gegnerische Figur geschlagen, d.h. vom Spielfeld entfernt. Das Ziel des Spiels liegt darin, den gegnerischen König zu erobern (d.h. schachmatt zu setzen) oder in eine Falle zu locken, aus der er nicht mehr entrinnen kann und in der eine Eroberung unvermeidlich ist.

 

Das Schlagen von Figuren

In der Regel ist es das Ziel eines Schachspielers, den Gegner mattzusetzen oder zur Aufgabe zu zwingen. Dieses Ziel kann am besten erreicht werden, wenn eine kräftemäßige  Überlegenheit hergestellt wird. Eine kleine Armee hat – bei strategisch gleichen Voraussetzungen – einer zahlenmäßig überlegenen Angreiferschaft in den meisten Fällen nichts entgegenzusetzen. Auf dem Weg zum „Fernziel“ Matt heißt das Nahziel also, den Gegner nach Möglichkeit zahlenmäßig zu dezimieren.

Dies geschieht durch das Schlagen von Figuren. Wenn es die Situation auf dem Spielfeld erlaubt, kann hierbei jede Figur jede gegnerische Figur unabhängig von ihrem Wert schlagen. So kann also z.B. der Läufer den Springer gleichermaßen schlagen wie etwa der kleine, unscheinbare Bauer die übermächtige Dame. Hierbei lautet stets der Grundsatz: gegnerische Figuren können, aber sie müssen nicht geschlagen werden. Denn nicht immer ist es sinnvoll, eine gegnerische Figur immer dann zu schlagen, wenn es das Regelwerk zulassen würde. Doch hierüber wird noch die Rede bei der Strategielehre sein. Wie das Schlagen von Figuren funktioniert, werden wir bei der Betrachtung der Gangart der einzelnen Figuren sehen.

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